zocky
Hot-Bodies-Lightning GT10
Der Lightning Monstertruck ist mein erster Verbrenner. Ich habe ihn auf ebay neu für 281 Euro ersteigert.
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Technische Daten:
Länge: 414mm
Breite: 340mm
Radstand: 280mm
Mitnehmer: 14mm
Motor: 3ccm Powerfactory engine
Masstsab: 1/10
Typ: Monstertruck
Gesamtgewicht, unbetankt: 2,7kilos
Reifengewicht insgesamt: 744 Gramm
Das Modell:
Es stand jetzt schon seit drei Tagen in meinem Hobbyraum, bisher hatte ich noch keine Zeit das Benötigte Zubehör zu kaufen.
Der GT10 ist nicht besonders groß. Das Chassi ist sehr Robust aufgebaut, (nur die Karohalter sind meiner Meinung nahc zu biegsam) und der Antriebsstrang leichtgängig. Das Chassi ähnelt eher dem eines stadiumtruck. Hot Bodies hat einfach das Komplette chassi vom Stadium 10 übernommen, und doppelte Stossdämpfer, Monstertruckreifen und einen 3ccm Motor reingepflanzt. Die Empfängerbox bietet sehr wenig Platz. Das Ansmann Failsafe passt zb. nicht rein. Mit im Lieferumfang waren noch der Rotostart, 4 Akkus für den Empfänger, viele verschiedene Vorspannclips für die Stossdämpfer, 2 verschiedene servosaver und noch ein paar verschiedene Einsätze für die Stossdämpfer (diese runden platten, mit mehr oder weniger Löchern, die im öl für wiederstand sorgen). Der GT10 hat kein Mitteldifferenzial. Es ist sinnvoll zu überprüfen ob die Diffs genügend gefettet sind.
Die Stock 27mhz Fernsteuerung funktioniert einwandfrei, doch habe ich sie von Anfang an gegen meine 40mhz FM Fernsteuerung ausgetauscht. Die Ersten 5 Wochen bin Ich ohne Failsafe gefahren, und ich hatte auch keine Probleme. Zur Sicherheit habe ich mir aber doch noch eins Bestellt

1.Tag
Montag Nachmittag habe ich mich entschlossen zum Modellbauhändler zu fahren um mir Sprit (16% nitro Black Demon), Glühkerzenstecker, Glühkerzenschlüssel, Luftfilteröl, Hightorque servo usw... zu besorgen. Wieder zu hause, habe ich gleich alles vorbereitet um sofort mit der Einlaufphase zu beginnen.
Tank gefüllt, reso zugehalten und mit dem Rotostart den Motor solange gedreht bis Sprit in den Vergaser gekommen ist. Dann den Glühkerzenstecker auf die Glühkerze gesteckt, um den Motor zum ersten mal zu starten. Doch er startete nicht! Ich pumpte noch mehr sprit in den motor rein. Siehe da, jetzt sprang der Motor an! Sowie er an war, erhöhte ich ein bisschen das Gas um den Motor am Leben zu erhalten. Es kam nicht besonders viel Öl aus dem Reso, deswegen stellte ich das Gemisch nach und nach fetter (insgesamt eine halbe Umdrehung fetter). So lief das Triebwerk einen ganzen Tank durch. Es war schon spät, und der Motor musste noch mindestens eine Stunde abkühlen, deshalb entschied ich den zweiten Tank am nächsten Tag in angriff zu nehmen.


2. Tag
Die 2. aufgebockte Tankfüllung lief genauso problemlos wie die Erste. Nachdem der Motor abgekühlt war entschloss ich mich die 3. Tankfüllung im fahren zu Verbrennen. Der Motor startete wie immer problemlos, doch starb er anschließend zweimal ab weil er noch nicht warm war. Ich beschleunigte immer bis ¼ gas und lies den wagen ein paar Meter ausrollen, dies wiederholte ich bis der Tank leer war.
Für die 4. Tankfüllung drehte ich den Motor wieder ½ Umdrehung magerer, weil wie ich schon während dem 3. Tank gemerkt hatte, der Motor kaum auf touren kam (für die “Statische Einlaufprozedur” hatte ich das Gemisch eine ½ Umdrehung fetter als die Standarteinstellung gestellt). Ich beschleunigte diesmal bis ½ gas hoch. Für die 5. Tankfüllung drehte ich die Highspeednadel nochmals 1/8 Umdrehungen magerer, und beschleunigte immer 1-2 sec. Lang Vollgas. Nach jeder Tankfüllung lies ich den Motor abkühlen.


Jetzt kam ich endlich zum einstellen des Motors. Ich fuhr den Motor erst mal 2 Minuten warm und stellte dann die Highspeednadel nach und nach magerer. Dass selbe machte ich dann mit der Lowspeednadel. Doch diese reagiert nicht sehr präzise auf Änderungen. Eine 1/2 Umdrehung konnte ich sie magerer stellen ohne dass die Leistung des Motors deutlich verändert wurde, doch sowie ich die Nadel ein bisschen weiter reindrehte, starb er immer beim Gasgeben ab. Ich lies diese Nadel dann einfach ¼ Umdrehung magerer als die Standarteinstellung, und so lief der Motor gut.
Die Bremse hat nicht besonders viel Kraft, hier ist es sinnvoll ein Stärkeres Servo einzubauen.
Ich fuhr den GT10 noch weitere 2 Tanks auf einer Feldwiese.
Am Abend reinigte ich den Luftfilter und benetzte ihn mit Luftfilteröl (dabei beging ich den Fehler beide Schaumstoffteile mit öl zu tränken, so dass bei den Ausfahrten der Luftfilter immer stark verschmutzte).
In der folgenden Woche bin ich jeden Tag so ca. 1-2 Tankfüllung auf einem Parkplatz gefahren. Einmal ist eine Kardan abgefallen, der Grund dafür war eine Lockere Madenschraube am C-hub. Dabei hat die Kardan einen schlag abbekommen (keine Ahnung wie) und ist leicht verbogen. Mit Hammer und Zange konnte ich sie wieder gerade biegen. 10 Minuten Später war alles wieder eingebaut und der Wagen konnte wieder fahren.
An einem Sonnigen Samstag bin ich dann zum ersten mal mit Meinem Cousin zu einem BMX park gefahren. Dort angekommen, stellte sich heraus dass der Rotostart nicht Korrekt funktionierte. Zuerst dachte ich dass die Akkus leer waren. Nachdem ich aber nach hause gefahren bin, einen Vollgeladenen Akku geholt habe und der Rotostart immer noch nicht Funktionierte, bemerkte ich dass der Knopf vom Rotostart einen Wackelkontakt hatte. Als Abhilfe schraubte ich den Rotostart auf und zog den knopf etwas weiter raus. Komischerweise ging er dann wieder, und ich konnte mein Car in Betrieb nehmen.
Später tauschte ich den Knopf mit einen Schalter aus den ich bei mir noch gefunden hatte.
Der GT10 sauste über die Hügel, und es machte richtig viel Spaß zu Springen, driften, wheelen usw... Springen kann man mit dem Car sehr gut! Zu schade dass ich noch keinen Überrollbügel gebastelt hatte. Eine Kühlrippe brach bei einem etwas heftigeren überschlag ab, doch sonst hatte dass Chassi überhaupt keinen Schaden genommen. Nichts schien den GT10 aufzuhalten, ausser...
...ein nicht ganz so gut befestigter Luftfilter.
Ich und mein Cousin suchten dass Gelände ab und er Fand dass Teil schließlich. Da ich nicht sehr viel tun konnte, stülpte ich ihn wieder auf den Vergaser und fuhr weiter. Dies war eine Fehlentscheidung, denn ein paar Minuten später hatte der Motor überhaupt gar keine Leistung mehr. Als ich dann die Karo abgemacht hatte, sah ich dass der Luftfilter wieder fehlter.
der Tag war damit natürlich gelaufen, doch trotz dem motorschaden, hatten wir an diesem Tag sehr viel Spass mit dem Wagen.Zu hause schraubte ich den Motor auseinander. Überall waren braune Überreste von verbrannten Staub, Dreck usw...


Kompressionsverlust. (ich hab jetzt nen z18
)Als ich das Chassi mal genauer unter die Lupe nahm, stellte ich folgende dinge fest:
-Verschleiss: Nach 2,5 Liter sahen die Differenzialausgänge (die zum Hauptzahnrad führen) so aus:

- Aufpassen beim anwerfen, der Rotosthart könnte die federn verbiegen.

-Bremse: Die standardbremse hat sehr Wenig Bremskraft. Hinter dem Slipper befindet sich die stock Bremse, doch vor dem Slipper sind noch einmal genau die Gleichen Löcher und Befestigungen vorhanden um eine zweite Bremse einzubauen.
- Ich habe mir jetzt schon ein Diff ruiniert, weil ich eine Schraube aufbohren musste.
Fazit:
Der GT10 ist ein Richtiges Fun-car. Man kann auch sehr gut Bashen (vorausgesetzt, harte Federn). Bis jetzt ist mir kein einziges Teil gebrochen oder angerissen. Auf der BMX Strecke bin ich immer so ca. 1-2 Meter Hoch gesprungen, und selbst wenn der Wagen mal nicht auf alle vier Räder aufkommt, übersteht der Robuste Aufbau das Problemlos. Der GT10 ist eine günstige (und etwas kleinere) Alternative zu den teureren 1/8.
+
Robust, Leicht, schnell, Agil, viele Einstellmöglichkeiten mit dem Mitgelieferten Zubehör, Starker Motor, Tiefer Schwerpunkt, kein Kippen in Kurven, auch bei hoher Geschwindigkeit, Stock schon sehr sehr gut zu Fahren, Problemloses Einlaufen, grosse Geländegängigkeit.
Im Notfall ist das mitgelieferte Werkzeug benutzbar.
-
Luftfilter hat es geschafft sich zu lösen!!!, Lowspeednadel ungenau einzustellen, schwache Bremse, Rotostart hatte einen Wackelkontakt (Einzelfall?), leichter Verchleiss schon nach 2,5 Litern, an stellen wie Diffausgängen.
Sinnvolles Tuning:
- Failsave
- High-torque Lenkservo
- Besserer Luftfilter
- Besserer Bremsservo oder zweite Bremscheibe??
- Überrollbügel
Anmerkung: Der Lightning GT10, und der Lightning GT10 Sport sind genau dieselben Wagen. Hotbodies hat nur den Namen und die Karo geändert.

Mit freundlichen Grüßen,
Henry
ps: ich spreche Französisch, sorry für die Grammatikfehler