Reinigung von Motorenteilen

Mantissimo
Hallo,zusammen!

Da ich momentan dabei bin mehrere Motoren zu zerlegen um sie zu reinigen,stellt sich mir die Frage ob man diese Prozedur auch in einem Ultraschallreiniger vollführen könnte. Macht das Sinn,und wenn ja,welche Flüssigkeit verwendet man dafür? Funktioniert das zBsp. auch mit Nitro-Sprit?
Vielleicht hat ja jemand damit schon Erfahrung gemacht.

Danke&Gruss
Sven
RT-andreas
Hallo Sven,

es kommt natürlich auch auf die Verschmutzung mit an - aber ganz allgemein hat sich Biodiesel als Lösungsmittel recht gut bewährt. Alle O-Ringe, Dichtungen und Kunststoffteile entfernen, den "Rest" dann zerlegt in die Brühe geben und etwas erwärmen. Einfach einwirken lassen, das Zeug löst sowohl verharzte Bioöle (Rizinus) wie auch Mineralölpampe gut an und weg. Auch Ölkohle wird meist mit unterwandert.
Da Biodiesel einen recht hohen Flammpunkt hat kann man das Zeug auch im Ultraschallbad verwenden (Wasser ins Bad da rein ein Glas mit dem RME). Weiterer Vorteil Biodiesel stinkt fast nicht im Vergleich zu anderen Sachen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen, eingebrannten Dingen wie Ölkohle, Plastik... geht Backofenreiniger ganz gut. Da die Motoren aus Alu sind nur!!! NaOH (Natronlauge) freien Backofenreiniger verwenden. Ruhig satt einsprühen und 1-2 Tage weichen lassen, dann mit Bürste abwaschen.

Gruß

Andi
Springer@WW
Aber vorsicht mit vergossenen Kurbelwellen. Die Einlagen mögen hartnäckiges Material nicht und können sich unter Umständen ablösen.

Beim Zusammenbau ordenlich einölen.
Mantissimo
Hab ich das jetzt richtig verstanden,daß in die Ultraschallwanne Wasser und Biodiesel gemischt reinkommen Grübel
Und wie siehts mit den Compositevergasern aus,schadet das dem Gehäuse?
Im Allgemeinen interessieren mich Anregungen wie Ihr das so macht mit der Reinigung (falls es darüber noch keinen direkten Thread gibt) Grübel

Gruss Sven
Stefan1
Gar nicht. Warum wollt ihr euern Motor reinigen? Sehe darin nur Nachteile.
Mantissimo
Ganz einfach,weil die Laufgarnituren auf dem Weg zum klemmen sind,und ein Motor nach Luftfilterverlust bissel Staub geschluckt hat! Smilie pieksen sich
Und bitteschön,was soll daran nachteilig sein,wenns vernünftig gemacht wird? Im Gegenteil,ich sehe in der regelmäßigen Reinigung und Kontrolle z.Bsp. des Hauptlagers sogar eine gewisse Notwendigkeit!

Gruss sven
NitroNinja
HI,

habe meinen Motor letztends auch "sauber" gemacht.

Direkt sauber kann man nicht sagen....habe ihn einmal komplet auseinander genommen...alles geprüft und dann mit WD40 eingerieben und wieder zusammengebaut...am Ende noch ein Tropfen Afterrun Öl rein und wieder Kühli drauf.

Ich finde.....weiß es jetzt noch nicht 100% sicher aber ich habe schon das Gefühl dass der Motor ein bischen weniger Kompression hat als vorher.

Es ist ja auch so dass man dabei die Schmierung wegwischt und die ersten Umdrehungen der Motor nicht soviele SChmirrstoffe wie sonst hat.

Aber wenn man ihn vorher Eingeölt hat müsste es eig. passen.

Nur dadruch wenn man die Rückstände wegwischt (warum bei mir keine da großes Grinsen ) kann es sein dass der Motor nicht mehr so gut verdichtet wie vorher.

Viele Grüße
Sven
mihael
tja wenn du WD40 benutzt, dann darfst du dich nicht wundern warum der schmierfilm kleiner wird.

gruß mihael
Mantissimo
Wenn die LGs geklemmt werden spielt der Schmierfilm keine Rolle mehr!
Desweiteren war auch meine Frage ob ich nur mit Sprit das ganze im Ulltraschallbad machen kann!

mfg Sven
der mista
hi,

ich reinige meine motoren eigentlich auch nur wenns mal was zu wechseln gibt.......bei mir kommt immer nen kräftiger schuss von dem aerozeug rein.......mein axial hat jetzt auch 15l durch, komperssion eigentlich perfekt und ich bin guter dinge, dass er noch ne weile hält.
schmieröle wie wd 40 oder ähnliches kommt bei mir an keinen motor ran.....mineralisch und so biozeug verträgt sich wenn mich frägst ned wirklich miteinander...aber das ist ne glaubensfrage......

und wenn mal reinigen.....wird der zerlegt, kräftig mit aerosynth eingerieben was das meiste an schmodder mitnimmt und gut.....

grüßle

jürgen
chrisC
Ultraschall ist schön, aber Sand und Staub holt es nicht wirklich aus dem Motor.
Im Grunde wirbeln die Festkörper dann nur im Motor herum.
Du solltest eher in Richtung Spülen gehen. Sprit oder Spiritus sollten als Spülung geeignet sein.

Ansonsten halte ich die übermässige Reinigung von Motoren auch nicht für sinnvoll.
Mantissimo
ja,das schwebte mir so ähnlich vor,erst ultraschall,damit auch in ecken wo man nich rankommt die rückstände gelöst werden und dann nochmal spülen und einölen. Ne übermäßige reinigung? Nein! Dann bleibt der auch wieder ne ganze weile zu! Also sollte sprit und ultraschall verträglich sein,oder? Mfg sven
der mista
hab ich was gefunden:

Es muss nicht immer mit Ultraschall sein, obwohl es damit am besten geht. Gut geeignet ist Spiritus – nicht Methanol, da dieses giftig ist – da er im Gegensatz zu Waschbenzin O-Ringe nicht angreift.

aslo sollte kein thema sein das motörli mit ultraschall und sprit zu reingen.


nochmal was......scheint gang und gebe zu sein den ultraschallrüssel in methanol zu tunken.......

"Wir konnten nachweisen, dass die Substanzen in unterschiedlichem Maß in die entstehenden Pigmente eingeschlossen werden", erklärt Frau Dr. Skopp. Dabei stellte sich heraus, dass Haloperidol zu 80 Prozent mit dem Melanin verbunden war, Imipramin jedoch nur zu 30 Prozent. "Die eingeschlossenen Medikamente ließen sich mit wässrigen Lösungsmitteln nur schlecht herauslösen", so Skopp weiter. Als effektivste Methode erwies sich die Behandlung der Proben mit Methanol und Ultraschall.
GordonShumway
Aber bitte niemals den Spiritus oder methanol oder was auch immer direkt in die handslüblichen Ultraschallbäder geben. Die Lösemittel würde das Platik und heimlich schnell an- und auflösen. In das Ultraschallbad immer Wasser und dann ein Glas mit dem Spiritus oder Methanol drin und dem zu reinigenden teil da rein.
Mantissimo
mein behälter ist aus edelstahl! Aso,jetzt versteh ich,was mit dem glas und dem wasser ganz oben im post gemeint war! Augenzwinkern lg sven
Romeo30
quote:
Original von der mista
hi,

ich reinige meine motoren eigentlich auch nur wenns mal was zu wechseln gibt.......bei mir kommt immer nen kräftiger schuss von dem aerozeug rein.......mein axial hat jetzt auch 15l durch, komperssion eigentlich perfekt und ich bin guter dinge, dass er noch ne weile hält.
schmieröle wie wd 40 oder ähnliches kommt bei mir an keinen motor ran.....mineralisch und so biozeug verträgt sich wenn mich frägst ned wirklich miteinander...aber das ist ne glaubensfrage......

und wenn mal reinigen.....wird der zerlegt, kräftig mit aerosynth eingerieben was das meiste an schmodder mitnimmt und gut.....

grüßle

jürgen


Hallo Jungs,

bin am Sa. auf der Piste unterwegs gewesen und nach nicht 1 1/2 Tanks war der Luftfilter ab und den Rest könnt ihr Euch vorstellen.

Ich habe den Motor gerade eingefahren und habe keine Lust ihn jetzt wegzuschmeissen was sicherlich einige von Euch jetzt aber mir vorschlagen würden (kann ich eigentlich verstehen).

Der Motor ist von Yamara X4 Black 25. Ich weiß, der Motor auch nichts besonderes aber ich bin zufrieden.

Ich wollte noch fragen wo bekomme ich das Aerosynth eigentlich und wie muss ich das anwenden? Gibt es auch noch eine andere Möglichkeit den Motor zu reinigen wenn ich keine Ultraschall habe?

Vielen Dank für die Antworten Jungs

Viele Grüße, Romeo
mervyn
Haste ihn mal zerlegt und geguckt was passiert ist? Wie schlimm sehen Laufgarnitur und Kurbelwelle aus?
Wenn da keine großartigen Riefen zu sehen und zu fühlen sind - putzen, zusammensetzen, fahren.

Alle Einzelteile kannst Du getrost mit WD-40 abwaschen und ausspülen, die Lager würde ich doppelt gründlich spülen und anschließend alle Teile mit Sprit vom WD-40 befreien, die Lager kurz durch etwas Sprit ziehen, um sie zu schmieren.
Lager gehen easy raus, wenn Du das Kurbelwellengehäuse erhitzt (Herd/Ofen) und auf ein Brettchen klopfst.
s.nase
@romeo30

Die Laufbuchse und den Kolben würde ich nur mit einem Frotee Tuch vorsichtig abwischen.

Motorgehäuse, Lager, Kurbelwelle/Pleuel und Vergaser spüle ich immer mit Waschbenzin aus. Mit ner großen EinwegSpritze und einem Stück Spritschlauch, kommt man da überall hin. Bei aufziehen der Spritze, mußt du nur immer darauf achten, das du den ausgespülten Dreck nicht wieder in die Spritze füllst. Das Waschbenzin greift den Kunstoffkäfig im Lager nicht an, und verdunstet rückstandslos. Was man von WD40 nicht behaupten kann. Nach dem Säuber, den Lagern aufjeden Fall, ein Trofen 2Taktöl spendieren.
mervyn
Nase, Du hast ja wieder super Ideen. Blah Blah

A) Den Kolben immer nur schön mit nem Frottee-Tuch wischen, wenn der schön Dreck gezogen hat, speziell im Innern kommt man super mit nem Tuch dran und der Dreck wartet beim nächsten Lauf auch gar nicht drauf vom Sprit wieder ausgespült zu werden. Top Tip! Mal abgesehen davon, daß Du mit egal welchem Tuch Gefahr läufst mit dem Dreck dann doch noch Riefen ins Material zu ziehen.

B) Waschbenzin mit ner Einwegspritze verarbeiten ist viel bequemer und vor allem gründlicher als eine 3,50€ Dose WD-40 reinzupumpen, die mit dem nötigen Druck alles restlos sauberspült.

C) Kunstoffkäfige in Kugellagern basieren auf Polyamiden, nicht auf Polycarbonaten. Die WD-40 Company sagt dazu:

quote:
Kunststoffe: Die folgenden Kunststoffe wurden ohne sichtbare Veränderung 168 Stunden lang in WD-40 eingetaucht: Polyäthylen, Formica-Platte, Epoxy-Glashartgewebe, Delrin, Polypropylen, Akryl-Platte, Vinyl-Platte, Polyester, Nylon.

Bei klarem Polykarbonat und Polystyrol: Haarrisse oder größere Risse können auftreten, wenn sie mit WD-40 in Kontakt kommen.


Aber Hauptsache wieder fein die Mär vom schlimmen WD-40 nähren, damit man was zu schreiben hat, ne?
Und der Sicherheitshinweis von WD-40 wurde von Dir sicherlich schonmal getestet, oder? Hast Du schonmal ein Polycarbonat mit WD-40 in Kontakt gebracht und dann geguckt was passiert? Vielleicht nimmst Du einfach mal eine Deiner Karos und schmierst sie mit WD-40 ein, dann siehst Du was passiert: NUEX.
Das einzige, was WD-40 tatsächlich angreift ist Silikon, wenn man es tagelang im WD-40 liegen lässt. Wenn ich einen Tanköffner baue und Kabelbinder durch einen Silikonschlauch ziehen will, dann nehme ich auch WD-40 her ums flutschen zu lassen und guess what: KEINER dieser Schläuche ist in irgend einer Form gerissen oder brüchig geworden.

Fakt ist: Mit WD-40 kommst Du schnell, gründlich und günstig in jede Ecke und hast ein top Reinigungsergebnis. Danach spülst Du die Teile mit dem Betriebsstoff, den sie jeden Tag sehen und kannst sorglos starten.
Deine halbgare Methode mit Tüchern und Spritzen ist genau das was Romeo nicht brauch: Risiko nach so einem Vorfall.

Ich habe demletzt einen C6 nach dem Riß eines Luftfilterkrümmers vor Ort zerlegt und mit WD-40 gereinigt (obwohl er eine vergossene Kurbelwelle hat), anschließend mit Sprit aus meiner Spritflasche gespült und bin 10 Minuten später ohne jeden Leistungsverlust damit losgefahren.
Seither habe ich nochmal 3-4 Liter auf den Motor gefahren ohne irgend ein Anzeichen von Schaden an irgendeinem Teil des Motors.

Aber Hauptsache dagegen, ne?
...
s.nase
Jeder mach halts so sine eigene Versuche und Fehlversuche. Ich hab mal WD40 mit meinem Sprit gemischt, und das Ergebnis war nicht so vertauen erweckend.

Wenn es schnell gehen muß, entferne ich die Verschmutzungen im Kolben mit Putzknete. Damit kommt man in alle Ritzen und verkratz dabei auch Nichts. Man muß nur alle Stellen gründlich abdrücken, damit keine Putzknetereste im Motor verbleiben.