Wie oben schon mal Spyro12 geschrieben hat, würd ich erst mal den Kopfspalt nachmessen. Bei ForceMotoren sind die manchmal zu weit vom Optimum entfernt. Malibu hat in seinem
Thema (Seite1&2) einiges dazu geschrieben.
Meisten dichte ich bei neuen Motor, auch noch den Vergaserhals, das Spritnippel am Vergaser, und die Backplate mit hitzefesten Silicon ab. Damit kann man gleich ausschließen, das der Vergaser oder die Backplate Nebenluft zieht.
1.Dann den Standgasanschlag vom Vergaserschieber auf 1mm Spalt einstellen. Dann das Vergasergestänge und Feder so anpassen, das der Vergaserspalt in Neutralstellnung und beim Bremsen immer auf 1mm bleibt und sich dabei nicht einen Hach verändert. Das ist sehr wichtig, sonst lässt sich die LowNadel nicht richtig einstellen.
2.Tank mit Spritleitung und Resoschlauch auf Dichtigkeit testen. Spritfilter im Tank und die Resonippel am Tank und Reso auf Verstopfung testen. Beim Einfahren sammel sich da gerne mal, viel Öl im Reso. Sauberen Luftfilter einbauen.
3.Vernünftige 5er Kerze kaufen. Also keine billig Kerzen wie Rossi oder ähnliches. NOVAROSSI Kerzen kosten nur ein paar Cent mehr, sind aber um welten besser als die Standartkerzen.
4.Brauchbaren Sprit verwenden. LRP-25% ist eigendlich überall zu bekommen und koste auch nur 9€ der Liter.
Erst wenn du das alles überprüft hast, kann es ans Einstellen gehn.
VergaserNadeln auf Standarteinstellung bringen.
HIGH:
Motor eine 1/4 Tank warm fahren. HighNadel langsam magerer stellen, bis der Motor bei Highspeed schön ausdreht, aber immernoch Punch und Rauchfähnchen am Reso zeigt. Am besten auf kurzen Rasen fahren, da geht die Rauchfahne im Staub nicht unter.
LOW:
Nach ner schnellen Gerade, mit Vollbremsung stehen bleiben, und hören was der Motor im Standgas macht. Dreht er recht hoch und wird nach ein paar Sekunden LANGSAMER, und geht danach sogar aus, ÜBERFETTET er im Standgas zu stark.
Dreht er im Standgas hoch und wird immer SCHNELLER, und geht dann vieleicht sogar aus, MAGERT der Motor im Standgas zu sehr AB.
Bei überfettendem Standgas, dreht man die LOW Nadel in Stück magerer, also 45° nach rechts(rein), und stellt solange weiter die LOW magerer, bis das Standgas nach einer langen Geraden, nicht mehr langsamer wird(optimal ist 20-30 sec gleichbleibende Drehzahl). Sollte er im Standgas nach einer Gerden, langsam immer HÖHER drehen und dann vieleicht sogar aus gehn, ist das Standgas schon zu mager.
Bei abmagerndem Standgas, nach einer langen Geraden und Vollbremsung, dreht man die Low 45° FETTER(nach links,raus), und hört wieder nach einer langen Geraden. Das Optimum hast du gefunden, wenn der Motor sein Standgas für 20-30sec gleichmässig hält. Wird er im Standgas immer langsamer, und geht danch vieleicht sogar aus, überfettet das Standgas wieder zu sehr.
Wahrscheinlich ist die Standgasdrehzahl nun viel zu hoch, so das die Kupplung schon fast greift. Wichtig ist aber, das die Standgasdrehzahl 20-30sec erstmal relativ stabil bleibt. Ist das geschaft, kannst du den Standgasanschlag (1mm Spalt) ein Stück verkleinern, und die Low noch einmal nachjustieren. Aber dabei kontrollieren, ob der Vergaser immer noch richtig geschlossen bleibt( siehe 1.).
Zum Schluß sollte man noch mal die High nachjustiren. Bei der ganzen Einstellerei, sollte man auch immer drauf achten, daß der Tank immer viertel bis dreiviertel Voll ist. Zur schnellen TemperaturKontrolle reicht der Spucketest völlig aus. Die IR-Temp-Messungen mach einen nur verrückt. Besser ist den Motor nach Gehör, Punch, Drehzalh und Rauchfahne einzustellen. Wenn der Motor dann gut läuft, kann man mit der IR-Gun seinen eigenen Richtwert messen, der aber nur selten genau ist. Viel genauer und vergleichbarer sind da Onboard Thermometer mit Messfühler.
Gruß..Nase